Freitag 15. bis Samstag 16. Oktober 2010, Evangelische Akademie Bad Boll
Was vermögen Ansätze einer solidarischen Ökonomie zu leisten und zu
gewährleisten? Worin liegt ihre Besonderheit? Wie lässt sich Beschaffungswesen und Auftragsvergabe z. Bsp. von Kirchen ökofair und sozial verantwortlich gestalten?
Inhalt der Tagung : Vorstellung von Leitlinien für solidarisches Konsumentenverhalten im
Bereich der Kirche und des Aktionsplans für eine nachhaltige öffentliche Beschaffung.
Erfahrungen bei Betriebsübernahmen von Belegschaften in Argentinien, Einführung in das Genossenschaftswesen und Vorstellung der Entstehung zweier Genossenschaftsbetriebe in Baden-Württemberg.
Verantwortlich: Jens Junginger, Wirtschafts- und Sozialpfarrer/Studienleiter (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Reutlingen / Evangelische Akademie Bad Boll)
Kooperationspartner: Zentrum für entwicklungsbezogene Bildung (ZEB), ver.di; eed, BMZ
Link zur Tagung: http://www.ev-akademie-boll.de/index.php?id=142&tagungsid=270610

Die Radio-Kolleg Serie im ORF Hörfunk Ö1 von Montag 3. Mai bis Donnerstag 6. Mai 2010 9.05 - 9.30 Uhr, gestaltet von Elisabeth Ohnemus
ist ausgesprochen gut gelungen. Die Sendungen können im Internet als MP3 Files heruntergeladen werden:
Es sind vier Teile. Die Audios sind von heute an drei Monate aktiv, leider nur gegen Gebühr herunterladbar.
Ö1 Radiokolleg: Solidarische Ökonomie 1 mms://194.232.200.191/oe1/programm/0000BC9E.MP3
Ö1 Radiokolleg: Solidarische Ökonomie 2 mms://194.232.200.191/oe1/programm/0000BC9D.MP3
Ö1 Radiokolleg: Solidarische Ökonomie 3 mms://194.232.200.191/oe1/programm/0000BC9C.MP3
Ö1 Radiokolleg: Solidarische Ökonomie 4 mms://194.232.200.191/oe1/programm/0000BC9B.MP3

Links rauskopieren und im Browser einfügen.

„Die Wiederentdeckung der Gemeingüter – ein Ausweg aus Klimakrise und Wachstumszwang?“ vom 31.5.-1.6.2010 in Frankfurt/M. (Hotel „Maingau“)

Nicht zuletzt die Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaft 2009 an die US-amerikanische Wissenschaftlerin Elinor Ostrom als eine der maßgeblichen Vordenkerinnen der „Ökonomie der Gemeingüter“ hat noch einmal mit Nachdruck unterstrichen und deutlich werden lassen, dass die bis dato noch ungeklärte Frage der Bewirtschaftung von globalen Gemeingütern im Blick auf die ökologische Zukunftsfähigkeit, die menschliche Wohlfahrt (vor allem in den Ländern des Südens) und das Ausmaß gesellschaftlicher Mitbestimmung bezüglich grundlegender wirtschafts- und entwicklungspolitischer Entscheidungen von eminenter Bedeutung ist. In ihrer wohl bekanntesten Veröffentlichung („Die Verfassung der Allmende – Jenseits von Markt und Staat“, 1990) hat Ostrom nachgewiesen, dass die vermeintliche „Tragik der Allmende“, der zufolge Gemeinschaftsgüter zwangsläufig übernutzt und damit letztlich zerstört werden, durch eine transparente Verwaltung und demokratische Kontrolle der Gemeingüter vermieden werden kann. Dies impliziert indes, dass all das, was in der Natur vorkommt oder als kulturelles Erbe überliefert wurde und somit der gesamten Menschheit in gleichen Teilen zusteht, nur dann gerecht, friedfertig und nachhaltig nutzbar ist, wenn es der Menschheit gelingt, gemeinsam sinnvolle Wege zu finden, allen Menschen diese Ressourcen von Natur und Kultur zu erschließen. 
Der Studientag möchte ausführlich in das Konzept der Gemeingüter einführen, dieses am Beispiel ausgewählter Themenfelder konkretisieren, die damit zusammenhängenden systemischen Fragen reflektieren und es schließlich im Blick auf seinen möglichen Beitrag zur Lösung zentraler Zukunftsfragen diskutieren.
KAIROS EUROPA e.V., Hegenichstr. 22, D-69124 Heidelberg,
Tel.: +49 (0)6221 – 716005, Fax: +49 (0)6221 – 716006,
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Website: www.kairoseuropa.de

 

 

 

Die Zeit ist reif für eine andere Ökonomie! Die herrschende, an Kapitalinteressen orientierte Wirtschaftsweise ist nicht in der Lage, weltweit menschenwürdige Lebensverhältnisse herzustellen. Sie lässt sich weder unter sozialen, noch unter ökologischen, noch unter ökonomischen Gesichtspunkten rechtfertigen. Eine Wirtschaft für die Menschen muss eine andere Wirtschaft sein. Wir brauchen eine Wirtschaft, die nicht auf kurzfristige Gewinnerzielung, sondern auf langfristigen Nutzen ausgerichtet ist - eine Wirtschaft, in der unter würdigen Arbeitsbedingungen sinnvolle Produkte erstellt und Leistungen erbracht werden, die darauf ausgerichtet sind, die Lebensgrundlagen der Menschen zu verbessern.
Mit diesem Wegweiser möchte ich zum besseren Verständnis und zum Kennenlernen der vielfältigen Ansätze ökonomischer Alternativen beitragen. Solidarische Ökonomien werden oft in kleinen, dissidenten Einheiten erprobt, diese andere Wirtschaftsweise umfasst jedoch letztlich weit mehr als nur kleine, feine Alternativprojekte. Wer ernsthaft die Gesellschaft von ihrer ökonomischen Basis her verändern möchte, muss die kuschelige Gartenzwergperspektive verlassen und sich zum Beispiel auch mit Alternativen in großen Unternehmensstrukturen oder transnationalen Handelsabkommen befassen.

AG SPAK Bücher: E. Voß, NETZ f. Selbstverwaltung u. Selbstorganisation:

Wegweiser Solidarische Ökonomie - Anders wirtschaften ist möglich

ISBN 978-3-930830-50-3, 92 S., 9 Euro

Eine ausführliche Linkliste zu den im Buch genannten Betrieben und Projekten befindet sich im Internet.
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