Eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns und es gibt viel zu reden, nachzubereiten, auszutauschen. Wir haben eine großartige Demonstration am Samstag mit 76.000 Menschen – bunt, vielfältig, geschlossen – gemacht, die dem Wahnsinn in der Stadt ein Bild starker G20 Proteste entgegen gesetzt hat, es gab einen sehr erfolgreichen Gipfel der globalen Solidarität mit ca. 2.000 Teilnehmer/innen und vielen Debatten für eine andere Welt, und die ganzen Tage haben sich immer wieder Menschen in Bewegung gesetzt und für ihr Recht auf Protest, für Meinungsäußerung, für das Schlafen und eine andere Politik der G20 demonstriert, getanzt, die Straßen gefüllt. Dies alles hat in einem Kontext eines Ausnahmezustands stattgefunden (http://www.grundrechtekomitee.de/node/873 ), der derzeit eine Art medial-politische Kontinuität sondergleichen erfährt.

G20-Alternativgipfel in Hamburg zeigt großes Bedürfnis nach Inhalten und Debatte über global gerechte Lösungen

Attac beteiligt sich mit zahlreichen Workshops und Podiumsdiskussionen am G20-Alternativgipfel, den es gemeinsam mit vielen anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen noch bis heute Abend in Hamburg ausrichtet. Bereits zur Eröffnungsveranstaltung am Mittwochvormittag kamen knapp 1.300 Teilnehmende, insgesamt nehmen bisher über 2000 Menschen an den Veranstaltungen teil – deutlich mehr als von den Veranstaltern erwartet.

"Beim Alternativgipfel befassen wir uns mit global gerechten Lösungen für die drängenden Probleme unserer Zeit, über die die G20 nicht redet“, sagt Achim Heier aus dem Attac-Koordinierungskreis und Mitorganisator der Konferenz. "Der große Ansturm bei unserem Gipfel hier zeigt, wie groß das Bedürfnis vieler Menschen ist, Ideen für eine gerechte, solidarische und demokratische Welt zu debattieren und Gegenentwürfe zur Politik der G20 zu entwickeln".

Auf zwölf Podien und in mehr als 70 Workshops diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Aktivistinnen und Aktivisten und Politikerinnen und Politiker aus mehr als 20 Ländern.

Im Mittelpunkt der Attac-Veranstaltungen stehen die Debatten um Freihandel, Klimawandel, Migration und Fluchtursachen, Geschlechtergerechtigkeit sowie Steuervermeidung und Steuerflucht. Für die globalisierungskritische Aktivistin María Atilano aus Mexiko war der Gegengipfel der Abschluss einer von Attac organisierten Vortragstour durch sechs deutsche Städte, bei der sie die Folgen von Freihandel am Beispiel ihres Heimatlandes verdeutlichte.

Maria Atilano: "Mexiko hat sowohl mit den USA und Kanada als auch mit der EU Freihandelsabkommen geschlossen. Konzerne aus den USA, Kanada und der EU haben seitdem davon profitiert, während Mexiko massiv benachteiligt wurde. Die Menschen in Mexiko kämpfen gegen sinkende Reallöhne, schlechte Arbeitsbedingungen und Repressionen durch die neoliberale Regierung. Deshalb ist es wichtig, gegen die G20 und ihre Freihandelspolitik auf die Straße zu gehen."

 

Die Ergebnisse der deutschen G20-Präsidentschaft sind aus Sicht von Attac ein Desaster für eine gerechte Globalisierung.

"Die Bilanz des G20-Gipfels unter der deutschen Präsidentschaft ist desaströs. Die G20 setzt weiter auf ungerechte Welthandelsregeln und die Privatisierung öffentlicher Infrastruktur. Eine echte Regulierung der Finanzmärkte wird nicht einmal mehr angestrebt. Und der angebliche klimapolitische Gipfel-Erfolg Merkels besteht aus einem Lippenbekenntnis von 19 der G20-Mitglieder zu einem längst beschlossenen Abkommen", stellt Alexis Passadakis von der Attac-Projektgruppe G20 fest. "Die G20 gehört abgeschafft. Sie wird ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht – und wo sie etwas hinbekommt, ist es gegen die Interessen der Mehrheit der Menschen rund um den Globus." Daran ändere auch nichts, dass ein unmittelbarer Handelskrieg auf dem globalen Stahlmarkt vorerst abgewendet wurde.

Insbesondere bei der Klimapolitik der G20 klaffen die Versprechen diplomatischer Formeln und die physische Realität der Klimaerwärmung meilenweit auseinander. "Eine passende Antwort auf den Klimawandelleugner Trump wäre eine Verabredung zu konkretem Tun gewesen. Doch echte Schritte für einen globalen Kohleausstieg sind auch mit den anderen G20-Regierungen nicht machbar, sondern nur gegen sie durchsetzbar", sagte Roland Süß, Mitglied des bundesweiten Attac-Koordinierungskreises.

Attac fordert, die die Treffen der G20 abzuschaffen und stattdessen Alternativen auf der Ebene der Vereinten Nationen zu entwickeln.

Bei der von Attac mit organisierten Demonstration "Grenzenlose Solidarität statt G20" sind am gestrigen Samstag 76.000 Menschen in einem lauten, bunten und vielfältigen Protestzug durch Hamburg gezogen. Zuvor diskutierten mehr als 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim G20-Alternativgipfel zwei Tage lang Gegenentwürfe zur Politik der G20. Roland Süß: "Die Diskussionen beim Alternativgipfel, die bunten Proteste in ganz Hamburg und die gestrige Großdemonstration haben gezeigt, dass es in unserer Gesellschaft eine breite solidarische Strömung für globale Gerechtigkeit gibt", sagte Roland Süß.

Gemeinsam mit Bündnispartnern beteiligte sich Attac mit einem Alternativgipfel, friedlichen Sitzblockaden und inhaltlichen Aktionen sowie der gestrigen Großdemonstration an den G20-Gegenaktivitäten in Hamburg. Zu den Ereignissen im Hamburger Schanzenviertel in der Nacht auf Samstag hat das Netzwerk klar Stellung bezogen und deutlich gemacht, dass es die sinnlose Zerstörung ablehnt.

 

Annne Allex (Hg): Sozialrasstistische Verfolgung im deutschen Faschismus. Kinder, Jugendliche, Frauen als sogenannte "Asoziale " - Schwierigkeiten beim Gedenken
ISBN 978-3-945959-21-3 /  2017 / 447 Seiten / Band 2  / 28 €
Der Sammelband dient der Aufarbeitung der Geschichte der so genannten Asozialen und so genannten Kriminellen im deutschen Faschismus. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen der (sozial)rassistischen NS-Sozialpolitik auf Kinder, Jugendliche und Frauen, die als „arische Minderwertige“ mit Deportationen in Arbeitshäuser, Kinderheime, Psychiatrien, Konzentrationslager, Zwangssterilisation und Vernichtung durch Arbeit oder in Todesanstalten „ausgemerzt“ werden sollten.
Der Band gibt einen Überblick über Forschungen von Initiativen, Einzelpersonen und Angehörigen und versteht sich als Anregung zur Auseinandersetzung mit Klischées, Vorbehalten und Vorurteilen zu oben genannten Personenkreisen. Deutlich werden die Diskrepanzen zwischen der institutionellen Erinnerungspolitik, die auf Verschweigen bzw. weitere Stigmatisierung dieser verfolgten Frauen, Kinder und Jugendlichen setzt und der gedenk- und erinnerungspolitischen Vorstellungen von Initiativen.

5./6. Juli: Gipfel für globale Solidarität
12 Podien und mehr als 70 Workshops
Am 5. und 6. Juli wollen wir gemeinsam mit einem breiten Bündnis von 79 zivilgesellschaftlichen Organisationen Alternativen zur fatalen Politik der G20 diskutieren. In der Kulturfabrik Kampnagel in Hamburg erwarten wir mehr als tausend Teilnehmer_innen aus ganz Europa, aus Afrika, Asien und Amerika. Auf 12 Podien und über 70 Workshops tragen wir mit Wissenschaftler_innen, Aktivist_innen und Politiker_innen aus über 20 Ländern unsere Kritik an der herrschenden Politik zusammen, tauschen uns über Alternativen aus und beraten Strategien zur Durchsetzung einer solidarischen Welt.
Attac veranstaltet auf dem Alternativgipfel zehn Workshops zu Themen von Arbeitsmarktpolitik bis Wachstumskritik.
Im Gegensatz zum hermetisch abgeschotteten G20-Treffen wird der Gipfel für globale Solidarität offen für alle sein.


7. Juli: Aktionstag BlockG20 – "colour the red zone"
Attac-Aktionen und Verabredungen
Am Freitag, den 7. Juli sind wir gemeinsam mit vielen anderen Aktivist_innen des Protestbündnisses auf Hamburgs Straßen unterwegs – bunt, kreativ und friedlich.
Am Vormittag wird es darum gehen, auf den Straßen rund um den G20-Tagungsort präsent und damit Sand im Getriebe des Gipfelablaufs zu sein. Attacis schließen sich gemeinsam einem der "Aktionsfinger" an.
Für den Nachmittag bereiten wir in der Hamburger Innenstadt vier Aktionen zu Attac-Themen vor: Neoliberalismus ins Museum, Steuerbetrüger markieren, Wachstumswahn lässt Erde platzen und Freihandel als Fluchtursache.
Am Abend schließlich sind wir rund um die Elbphilharmonie unterwegs, um gemeinsam, bunt und laut darauf hinzuweisen, dass bei den Beratungen der G20 von globaler Gerechtigkeit nicht die Rede sein kann.
Auf der Webseite des Aktionsbündnisses werden kurzfristig Aktionskarten zum Ausdrucken und Mitnehmen verfügbar sein, auf denen möglichst viele Aktionsorte sowie Ruheräume und das alternative Medienzentrum eingezeichnet sind.


8. Juli: Großdemonstration: Grenzenlose Solidarität statt G20
Demoroute ist genehmigt
Am 8. Juli nähern wir uns dem Höhepunkt der G20-Proteste: Die internationale Großdemonstration "Grenzenlose Solidarität statt G20" beginnt um 11 Uhr mit einer Auftaktkundgebung auf dem Deichtorplatz. Den Attac-Stand erkennt ihr von weitem an der hohen orangen Fahne.
Anschließend sorgen wir für lauten Protest und viel Orange im Demozug mit einem Attac-Block, Lautsprecherwagen und vielen Attacis. Die genehmigte Demoroute führt die Willy-Brandt-Straße entlang über die Ludwig-Erhard-Straße in die Reeperbahn, dann über Holstenstraße und Simon-von-Utrechtstraße zum Heiligengeistfeld. Ob dort auch die Abschlusskundgebung stattfinden kann, muss noch gerichtlich geklärt werden. Je nach Gerichtsurteil kann sie auf einen anderen Platz in der Nähe verlegt werden.
Am 8. Juli werden wir gemeinsam mit vielen tausend Menschen deutlich machen, dass wir ganz andere Vorstellungen von internationaler Zusammenarbeit haben, als die, die der Welt eine Dominanz der 20 wirtschaftlich und militärisch Stärksten aufzwingen wollen. Wir werden gemeinsam mit einem sehr breiten Bündnis eine große, laute, bunte und ausdrucksstarke Demonstration auf die Beine stellen.


Anreise, Infostände, Bettenbörse, Camps
Organisatorisches und Umgang mit Versammlungsverbot
In der Mitfahrbörse auf der Attac-Webseite könnt ihr / können Sie Mitfahrgelegenheiten mit dem PKW, mit dem Bus sowie Bahnfahrkarten checken. Das gleiche gilt für Übernachtungsgelegenheiten in Hamburg und die Bettenbörse.
Die Hamburger Polizei hat für den 7. und 8. Juli für fast 40 Quadratkilometer Stadtgebiet ein umfassendes Versammlungsverbot erlassen. Unser Protest richtet sich auch gegen dieses Verbot, das einer Demokratie unwürdig ist. Von dem Verbot sind auch die geplanten Protestcamps betroffen, die eigentlich schon in den Tagen davor aufgebaut werden sollten. Bei zumindest einem Camp steht noch eine gerichtliche Entscheidung aus.
In dieser Situation ist es nicht möglich, Aktionsorte und Treffpunkte im Voraus zu bestimmen. Das gilt vor allem für den Aktionstag am 7. Juli. Deswegen sind wir darauf angewiesen, uns kurzfristig vor Ort zu verabreden. Wer aktuelle Infos über Treffpunkte, Übernachtungsgelegenheiten und Organisatorisches für Attacis über SMS erhalten will, kann die Mobilnummer mit dem Betreff "SMS-Verteiler" an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" data-ce-class="Emails">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken. Im Anschluss an den Alternativgipfel am 6. Juli wird es um 19 Uhr ein großes Attac-Treffen zur Orientierung geben.

 

 

»Kommunen als Impulsgeber der Demokratie in schwierigen Zeiten. Wie können wir gemeinsam zukunftsfähige Lösungen finden?« vom 22. bis 24. September 2017 in Loccum!

In Zeiten, in denen vieles in Frage steht und die vom Willen zum Aufbruch und Mut zur Erneuerung, aber auch von Verunsicherung, Ängsten und Ausgrenzung geprägt sind, diskutieren wir u.a. über folgende Fragen: Welche Impulse gehen heute von Kommunen und Zivilgesellschaft zur Weiterentwicklung der Demokratie aus? Wie gehen sie mit den gegebenen Herausforderungen um? Wie können Einwohner/innen, Politik und Verwaltung konstruktiv zusammenarbeiten und gemeinsam zukunftsfähige Lösungen finden?

Weitere Informationen zu den Inhalten der Veranstaltung und zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programmflyer oder dem Internet unter: www.mitarbeit.de/forum2017

Das Forum für Bürgerbeteiligung und kommunale Demokratie wendet sich an Interessierte aus Bürgerschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, die eine bürgernahe kommunale Demokratie mitgestalten wollen. Die Tagung wird im Jahr 2017 zum 22. Mal in Kooperation zwischen der Stiftung Mitarbeit und der Ev. Akademie Loccum durchgeführt.

Besuchen Sie unser Internetportal »Wegweiser Bürgergesellschaft« unter http://www.buergergesellschaft.de/ 

Stiftung Mitarbeit,  Ellerstr. 67 53119 Bonn Telefon: (02 28) 6 04 24-13 / -24 Telefax: (02 28) 6 04 24-22

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" data-ce-class="Emails">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" data-ce-class="Emails">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.mitarbeit.de www.buergergesellschaft.de www.netzwerk-buergerbeteiligung.de

Kooperative Greenland in der Nähe von Kalamata
Drei Mitglieder der Kooperative Greenland mit dem alten Vater in ihrem Olivenhein bei Kalamata, Peloponnes

Die Initiative "Solioli" wurde auf dem Kongress für solidarische Ökonomie "Solikon", der im September 2015 in Berlin organisiert wurde, auf Anregung einiger Vertreter von Solidarity4All gegründet. „Solioli“ nimmt griechischen Produzenten das Öl auf direktem Wege ohne Zwischenhandel ab, die Produzenten erhalten statt wie sonst nur 10% bis zu 60% des Endpreises für ihr Öl. „Solioli“ wird organisiert von einer losen Gruppe im Umkreis der Attac AG „Solidarische Ökonomie“. Federführend ist der Berliner Philosoph und Informatiker Klaus Prätor. Nach zwei erfolgreichen Direkt-Bestellungen von griechischen Agrar-Kooperativen sind einige Mitglieder der Initiative „Solioli“ vom „Forum Solidarische Ökonomie“ bzw. der AG Solidarische Ökonomie von Attac nach Griechenland gefahren. Sie wollten die unterstützten Initiativen besuchen. Auf dem Kongress für Solidarische Ökonomie „Universse2017“ in Athen trafen sie bereits die griechischen Initiatoren und Vermittler-Gruppen wie „solidarity4all“ und „Dock“. Diese hatten den Berlinern die Kooperativen „Greenland“ auf dem Peloponnes und „Modousa“ auf Lesbos empfohlen.
weiterlesen auf : http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=3036

Die größte Konferenz zum Thema Coworking und New Work Arbeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die COWORK ist das jährliche Zusammentreffen von Coworkern, Forschenden und BetreiberInnen von Coworking Spaces aus dem deutschsprachigen Raum sowie Gästen aus der internationalen Coworking-Szene. Die dreitägige Veranstaltung – bestehend aus Networking-Event, Barcamp und Konferenz mit hochkarätigen Keynotes – bringt die entscheidenden Akteure der Branche zusammen.

Die Veranstaltung findet dieses Jahr in Leipzig statt und wird vom Basislager Coworking, uns und der German Coworking Federation organisiert.

In den Keynotes, Vorträgen und Barcamp-Sessions sprechen die Akteure über die neuesten Entwicklungen rund um die Themen Coworking, flexibles Arbeiten, Neue Arbeit, neue Lern- und Arbeitsformen, sowie politische Regulierung des Arbeitsplatzes.

Weitere Informationen über Speacker & Programm findet ihr auf der offiziellen Homepage zur COWORK 2017.

Am 25. März laden wir von 19.30 bis 21.00 Uhr in das Social Impact Lab Leipzig (Stelzenhaus) für die Buchvorstellung von „Degrowth in Bewegung(en)“ ein. In der Podiumsdiskussion sollen die wichtigsten Ergebnisse des Projekts vorgestellt und mit einigen der Autor_innen diskutiert werden. Alle, die sich für soziale Bewegungen, Degrowth und/oder Brückenschläge für gemeinsame linke Politik interessieren, sind willkommen. Die Veranstaltung ist Teil von Leipzig liest, dem Begleitprogramm der Buchmesse. Der Eintritt ist frei.

Referent_innen:
> Friederike Habermann (freie Autorin)
> Olaf Bernau (afrique europe interact)
> Theresa Klostermeyer (Deutscher Naturschutzring)
> Werner Rätz (attac)

Moderation: Nina Treu, Konzeptwerk Neue Ökonomie

Samstag, 25. März 2017 – 19.30 – 21h | Social Impact Lab | Weißenfelser Str. 65H | Leipzig-Plagwitz

Fachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft prekäre Lebenslagen

am 31.3. bis 2. April 2017

Wir starten die Fachtagung mit einem Abendessen am Freitag, den 31.3.2017 um 17.30 Uhr im Naturfreundehaus Hannover. Sehr gerne könnt ihr früher anreisen, das erleichtert auch das Aufteilen der Zimmer.
Themen der Fachtagung werden sein:

am 31.3. (Fr) ab 19 Uhr: Die gesetzlichen Veränderungen im SGB XII: Grundsicherung im Alter

Referieren wird eine Mitstreiterin vom Widerspruch e.V. Bielefeld. Hierzu sind politisch Interessierte insbesondere aus Hannover herzlich eingeladen, die Veranstaltung ist öffentlich.

und am 1.4.17 (Sa) ab 9 Uhr bis So 2.4. mittags: Solidarisch leben ! Warum und wie sich organisieren ? (Eingeführt wird von einem Mitstreiter von Basta! Berlin).


Basta! Berlin zum Thema Organisierung von Erwerbslosen:

Wir sehen die Notwendigkeit Organisationsformen zu finden, in denen sich massenhaft Betroffene verbindlich, langfristig und demokratisch organisieren können. Ohne Respekt vor anderen Lebenssituationen, ohne Geduld, ohne Offenheit und Interesse für kulturelle Unterschiede, ohne Menschen in ihrer Widersprüchlichkeit zu mögen, gelingt keine Basisorganisation. Uns zu organisieren ist eine „Selbstverteidigungsmaßnahme“ (Wilhelmsburg solidarisch) und kein Hobby oder Lifestyle mehr. Vorenthaltene Löhne und vorenthaltene staatliche Unterstützung, Obdachlosigkeit und Diskriminierung (Initiative Zivilcourage), Armut, Ausgrenzung und Erniedrigung durch die Jobcenter (BASTA! Berlin), der Wegfall des öffentlichen Nahverkehrs (Rothe Ecke), die Vertreibung aus dem Kiez (Kotti & Co) oder ein Potpourri aus den genannten Zumutungen (Wilhelmsburg solidarisch), machen das Handeln der Gruppen zwingend notwendig.
Wir Erwerbslose und Menschen mit kleinem Einkommen werden häufig mit Vorurteilen konfrontiert. Zu viele unserer Mitmenschen scheinen Armut als Randphänomen und Arbeitslosigkeit als selbstverschuldet zu betrachten. Wir müssen immer wieder darauf hinweisen, dass dem nicht so ist. Das Stigma, am Rand zu stehen, kann einen selbst verändern. Das Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft schwindet, während die eigene „Schuld“ übersteigert wird, das schlecht-fühlen nimmt ungeheuere Ausmaße an. Für uns bedeutet Organizing, diese destruktiven Haltungen und Trends umzukehren.
Der Niedriglohnsektor steht im Zentrum des Arbeitsmarktes und wir stehen im Zentrum des Niedriglohnsektors. Ohne uns würde die Wirtschaft und das öffentliche Leben zusammenbrechen. Wir können der grassierenden Armut etwas entgegensetzen! Diese Feststellung ist der erste Schritt unseres Organizing-Ansatzes. Man kann sagen, dass die Basisorganisation von Erwerbslosen und in anderen Bereichen wie das Vorantreiben von Kämpfen auf der Basis von gegenseitiger Hilfe dazu dient, dass sich alle beteiligten Individuen voll einbringen können. Am Ende ist Basisorganisierung vor allem eine Praxis. Wenn wir in unseren Gruppen mit vielfältigen Menschen ins Gespräch kommen, versuchen wir ein Gefühl von Stärke und Klarheit über das oben skizzierte politische und ökonomische Machtgefüge zu vermitteln.

(zur Anmeldung....(www.bag-plesa.de)

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