Ashish Kothari, Ariel Salleh, Arturo Escobar,
Federico Demaria, Alberto Acosta (Hrsg)

Pluriversum
Ein Lexikon des Guten Lebens für alle

AG SPAK Bücher / ISBN 978-3-945959-67-1 /
326 Seiten /  18,50 Euro / 2. veränderte Auflage 2024



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Es besteht kein Zweifel daran, dass sich die Welt in einer Krise befindet – einer systemischen, multiplen und asymmetrischen Krise, die schon lange gedeiht und sich inzwischen über alle Kontinente hinweg ausbreitet. Noch nie zuvor waren so viele entscheidende Aspekte des Lebens gleichzeitig bedroht, noch nie erscheinen die Erwartungen der Menschen an ihre eigene Zukunft und die ihrer Kinder so ungewiss. Die Krise macht sich in allen Bereichen bemerkbar, sie gefährdet Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Ethik, Kultur, Spiritualität und vieles andere. Das Lexikon Pluriversum ist eine spannende Sammlung von transformativen Alternativen, die sich gegen die gegenwärtig vorherrschenden Prozesse der globalisierten Entwicklung stellen, einschließlich ihrer strukturellen Wurzeln in der Moderne, im Kapitalismus, in staatlicher Bevormundung, in den maskulinen Werten usw. Die heutigen Vorstellungen von Wachstum und Entwicklung können nicht länger das organisierende Prinzip unseres sozialen Lebens sein. Das Buch ist eine Enzyklopädie mit kurzen Beiträgen zu Schlüsselbegriffen. Es kann für Lehre und Forschung genutzt werden, um Aktivist*innen zu inspirieren, Neugierige initiativ werden zu lassen – und sogar diejenigen, die an der Macht sind und sich nicht mehr wohlfühlen in ihrer Welt. Zu den mehr als 120 Autor*innen des Bandes gehören Aktivist*innen, Akademiker*innen und Praktiker*innen, die über einen großen Erfahrungsschatz in ihren jeweiligen Tätigkeitsbereichen verfügen.

„Absolut faszinierend. Bemerkenswert ist die Auswahl der Texte, die eine Vielfalt an philosophischen, politischen, sozioökonomischen sowie ethischen Ansätzen präsentieren, aber auch Erfahrungen, Erlebnisse und vor allem Alternativen aus den unterschiedlichsten geografischen und soziokulturellen Hintergründen, jeweils kritisch gegenüber der „etablierten Ordnung“. Jürgen Schuldt (Peru)


Inhaltsverzeichnis
Alberto Acosta: Pluriversum – eine Utopie im Aufbruch / Wolfgang Sachs: Das Development Dictionary im Rückblick / Vorwort der Herausgeber*innen / Kothari, Salleh, Escobar, Demaria, Acosta: Pluriverse Wege finden
I. Entwicklung und ihre Krisen: Globale Erfahrungen
Nnimmo Bassey: Die Ketten der Entwicklung durchbrechen / Vandana Shiva: Entwicklung für das eine Prozent / José María Tortosa: Fehlentwicklung / Philip McMichael: Das Projekt ‚Entwicklung‘ / Kirk Huffman: Ozeaniens Kastom-Ökonomie / Maristella Svampa: Die lateinamerikanische Kritik an Entwicklung
II. Universalisierung der Erde: Reformistische Lösungen
Ana Garcia / Patrick Bond: BRICS / George C. Caffentzis: Digitale Werkzeuge / Deepak Malghan: Effizienz / Jeremy Gould: Entwicklungshilfe / Ariel Salleh: Erdsystem-Governance / Silvia Ribeiro: Geo-Engineering / Ulrich Brand / Miriam Lang: Grüne Wirtschaft / Larry Lohmann: Handel mit Ökosystem-Dienstleistungen / Teresa Anderson: Klimasmarte Landwirtschaft / Giacomo D‘Alisa: Kreislaufwirtschaft / Erik Gómez-Baggethun: Nachhaltige Entwicklung / Samantha Hargreaves: Neo-Extraktivismus / Sam Bliss / Giorgos Kallis: Ökomodernismus / Renate Klein: Reproduktionstechnologie / John P. Clark: Rettungsboot-Ethik / Hug March: Smart Cities / Lukas Novak: Transhumanismus
III. Ein Pluriversum der Menschen: Initiativen der Umgestaltung
Aram Ziai: Abwicklung des Nordens / E. Ns. Ndushabandi / O. U. Rutazibwa: Agaciro (Wert, Würde, Selbstachtung) / Pablo Dominguez / Gary J. Martin: Agdale (kommunales Ressourcenmanagement) / Victor M. Toledo: Agrarökologie / Peter Nord: Alternative Währungen / Theodoros Karyotis: Arbeiter*innen-geleitete Produktion / Gustavo Estevá: Autonomie / Elina Vuola: Befreiungstheologie / Geoffrey Pleyers: Bewegung für eine alternative Globalisierung / Cândido Grzybowski: Biozivilisation / Julien-François Gerber: Bruttonationalglück Bhutan / Geshe Dorji Damdul: Buddhismus und auf Weisheit basierendes Mitgefühl / M. Chuji, G. Rengifo, E. Gudynas: Buen Vivir (Gutes Leben) / Liang Yongjia: Chinesische Religionen / P. Seán McDonagh: Christliche Öko-Theologie / Massimo De Angelis: Commons / Anne Poelina: Country das Land der First People Westaustraliens / Federico Demaria / Serge Latouche: Degrowth / Azize Aslan / Bengi Akbulut: Demokratische Wirtschaft in Kurdistan / Christos Zografos: Direkte Demokratie / D. Del Bene / J. Pablo Soler / T. Roa: Energie-Souveränität / Laura Gutiérrez Escobar: Ernährungssouveränität und -autonomie / Harry Halpin: Freie Software / LAU Kin Chi: FriedensFrauen / Arturo Guerrero Osorio: Gemeinschaftlichkeit / J.K. Gibson-Graham: Gemeinschaftsökonomie / Simone Wörer: Geschenkökonomie / Vasudha Narayanan: Hinduismus und soziale Transformation / Hou Yuxin: Hurai (‚all die besten Dinge‘) / Mabrouka M‘Barek: Ibadismus / G. Borrini-Feyerabend / M. Taghi Farvar: ICCAs – Territorien des Lebens / Oscar Ugarteche Galarza: Internationaler Schiedsgerichtshof für Staatsschulden / Nawal Ammar: Islamische Ethik / Rabbiner Michael Lerner: Jüdisches Tikkun Olam (Reparatur der Welt) / E. Caruso / J. P. Sarmiento Barletti: Kametsa Asaike („gut an diesem Ort zusammenleben“) / Patricia Gualinga: Kawsak Sacha (Der lebendige Regenwald) / Alain Caillé: Konvivialismus / David Barkin: Konvivialität / Enric Duran Giralt: Kooperative Ökosysteme / Wendy Harcourt: Körperpolitik / Ekaterina Chertkovskaya: Kulturökologie / MMotoi Fuse: Kyosei (Gemeinsam für das Gemeinwohl leben und arbeiten) / Sit Tsui: Ländlicher Wiederaufbau / Betty Ruth Lozano Lerma: Lateinamerikanische Feminismen / Mario Blaser: Lebensprojekte / Silvia Federici: Lohn für Hausarbeit / Onofrio Romano: Mediterranismus / Karin Amimoto Ingersoll: Meeres-Ontologien / Miloon Kothari: Menschenrechte / Deborah McGregor: Minobimaatisiiwin (Vollkommenes Wohlbefinden) / Farhad Mazhar: Nayakrishi Andolon (Neue Agrarbewegung) / Enrique Leff: Negentropische Produktion / Claudia von Werlhof: Neue Matriarchate / Jan Pokorný: Neues Wasserparadigma / Giorgos Velegrakis / Eirini Gaitanou: Offene Verortung (Open Localization) / Ted Trainer: Öko-Anarchismus / Martha Chaves: Ökodörfer / Christelle Terreblanch: Ökofeminismus / Satish Kumar: Ökologie im Jainismus / Janis Birkeland: Öko-positives Design / Michael Löwy: Ökosozialismus / Jonathan Dawson: Pädagogik / Yvonne Underhill-Sem: Pazifische Feminismen / Marco Deriu: Pazifismus / Terry Leahy: Permakultur / 248 Natalia Quiroga Díaz: Populäre Solidarische Ökonomie / Alberto Acosta: Post-Ökonomie / Aseem Shrivastava: Prakritik Swaraj (Natürliche Selbstbestimmung) / Arvind Narrain: Queere Liebe / Ashish Kothari: Radikalökologische Demokratie / Cormac Cullinan: Rechte der Natur / Eduardo Gudynas: Revolution / Patricia Botero Gómez / Sentipensar (fühlend Denken) / Michelle Boulous Walker: Slow-Movement / N. Johanisova / M. Vinkelhoferová: Soziale Solidarische Ökonomie / Brian Tokar: Sozialökologie / Charles Eisenstein: Spiritualität der Erde / Sutej Hugu: Tao-Weltanschauung / John Seed: Tiefenökologie (deep ecology) / Rob Hopkin: Transition-Bewegung / Ramiro Ávila-Santamaría: Tribunal für die Rechte der Natur / Lesley Le Grange: Ubuntu (Konzept gemeinschaftlicher Verbundenheit) / Joan Martinez-Alier: Umweltgerechtigkeit / Xochitl Leyva-Solano: Zapatistische Autonomie / Arturo Escobar: Zivilisatorische Umbrüche
Der Globale Wandteppich der Alternativen
Elisabeth Voß: Nachwort
Anhang
Glossar / Abkürzungsverzeichnis / Autor*innen / Herzlichen Dank