Kompetent und praxisnah bei der komplexen Gründung von Energiegenossenschaften unterstützen:
Die neue Broschüre „Bürger machen Energie“ wurde inhaltlich maßgeblich durch den
wissenschaftlichen Vorstand der innova eG erarbeitet und von „Energiewende jetzt“ erstellt. Sie kann kostenlos bestellt oder als PDF abgerufen werden. www.energiegenossenschaftengruenden.de/
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Am 11. und 12. Dezember fand in Nürnberg ein Strategie& Vernetzungstreffen 7 alternativ-ökonomischer Initiativen mit dem Ziel sich über die Möglichkeiten einer zukünftig gemeinsamen Kooperation und Strategie auszutauschen statt. Vertreten waren die „Commons“, „Solidarische Ökonomie“, „Wachstumskritik“, „Transition Towns“, „Attac“, „Konzeptwerk: Neue Ökonomien“ und die Gemeinwohl-Ökonomie vertreten durch Christian Felber und Nini Schmatz. In einem äußerst inspirierenden und wertschätzenden Rahmen haben sich jeweils 2 VertreterInnen sowohl über Visionen wie auch konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgetauscht.

Begonnen hat das Treffen mit einer Vorstellungsrunde aller vertretenen Bewegungen und der anschließenden Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten/ Unterschieden, verbindenden und trennenden Elementen. Die Grundstimmung war gut. Das Resultat war die Erkenntnis, dass trotz der inhaltlichen Unterschiede der Wunsch nach Vernetzung da ist, ja sogar notwenig ist. Die unterschiedlichen Ansätze und Herangehensweisen wurden in keiner Weise als Hindernis einer Zusammenarbeit gesehen. Ganz im Gegenteil: Gerade die Unterschiede, die durch die Verortung in einem strategischen Gesamtspektrum ersichtlich wurden, zeichnen das Potential einer Zusammenarbeit aus. Eine Zusammenarbeit, die Vielfältigkeit zulässt und diese als Chance versteht dem herrschenden Paradigma vereint entgegen zu treten.

In 4 Murmelgruppen wurden mögliche Kooperationsformen besprochen. Beginnend bei einem eigenen Institut, getragen von mehreren etablierten NGOs bis hin zu Politik und Lobby- Arbeit. Eine gemeinsam ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit, die das Bedürfnis nach einer Gegenmacht zu dem herrschenden Paradigma darstellt ist ein weiterer Schritt möglicher Kooperation und Außendarstellung. Das Anerkennen und Akzeptieren der Vielfalt kann auch wichtig sein, um gemeinsame Gedanken nach außen zu tragen und neue Interessierte zu gewinnen um einen kulturellen Paradigmenwandel voranzutreiben. Auf Zustimmung traf auch die Idee, einen gemeinsamen Bewegungs-Kongress zu organisieren.

Eine konkrete Möglichkeit wäre, die Degrowth-Konferenz im September 2014 in Leipzig als Raum zu nutzen, um eine gemeinsame Charta zu diskutieren. Das beim Treffen Erarbeitete könnte dort auch im Rahmen einer Podiumsdiskussion öffentlich geteilt werden.

Ein nächstes gemeinsames Treffen ist noch vor der Konferenz im Juni 2014 geplant. Ein ausführliches Protokoll  wird in Kürze auf der GWÖ-Website hier veröffentlicht.

Protokoll_Nürnberg_kurz_final.pdf

Die Debatte über Commons hat in den vergangenen Jahren eine gewisse Dynamik erreicht. Dementsprechend formiert sich gleichzeitig eine weltweite Commonsbewegung. Sie vernetzt digitale, kulturelle, ökologische und soziale Commonsaktivisten, die einen allmendebasierten Umgang mit Gütern, Geld und Menschen etablieren. Das Allmende-Kontor Berlin ist eine zivilgesellschaftliche Initiative, die sich für die Vernetzung von Berliner und Brandenburger Gemeinschaftsgärten und Projekten der urbanen Landwirtschaft engagiert. Ziel des Projekts ist das Zurückholen der Allmende, die Aufwertung der alltäglichen und gemeinschaftlichen Dimensionen des Lebens in der Stadt. Allmende wird hier verstanden als eine genossenschaftliche Verwaltungsform einer natürlichen Ressource zum Nutzen aller. Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen, Privatdozentin am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin, stellt in ihrem Gastbeitrag die Arbeit der Initiative und deren Erfolge vor.

Meyer-Renschhausen, Elisabeth : Das Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld

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