Care Revolution
Das Netzwerk Care Revolution ist ein deutscher bundesweiter Zusammenschluss von über 70 Gruppen und Personen, die in verschiedenen Feldern sozialer Reproduktion – Hausarbeit, Gesundheit, Pflege, Assistenz, Erziehung, Bildung, Wohnen und Sexarbeit – aktiv sind. Gemeinsam ist ihnen der Kampf gegen Lücken in der öffentlichen Daseinsvorsorge, die zu Überforderung und Zeitmangel führen. Langfristig strebt das Netzwerk neue Modelle von Sorge-Beziehungen und eine Care-Ökonomie an, die nicht Profitmaximierung, sondern die Bedürfnisse der Menschen ins Zentrum stellt, und die Sorgearbeiten und Care-Ressourcen nicht nach rassistischen, geschlechtlichen oder klassenbezogenen Strukturierungen verteilt. www.care-revolution.org
Mir gefällt vor allem der Slogan: her mit dem guten leben, für alle. weltweit.

Wirtschaft ist Care
vor einiger Zeit drückte mir Anja Ritter die Broschüre "Wirtschaft ist Care" in die Hand und bevor ich anfing, wollte die Autorin schon wissen, was ich dazu denke - naja um Ecken halt. Nun, ich bin begeistert. Ina Praetorius skizziert in ihrem Beitrag eine Ökonomie, die die Zweiteilung der Menschheit in oben und unten, Männer und Frauen, usw. aufheben möchte und könnte. Besonders spannend ist ihre Kritik bestehender Ansätze und die offene Auflistung von Ansätzen, denen sie Bedeutung beimißt. Die Arbeit am Symbolischen, Social media, Halbinseln gegen den Strom, Ökologische Sozialpolitik, Abschied vom Nebenwiderspruch, Dreckarbeit: eine Spurensuche, Das Denken der Geburtlichkeit, Das "Andere" dazwischen, Sumak Kawsay und Gross National Happiness, Von der Menschenwürde zur Würde der Kreatur, Queer Ecology und Care Revolution.
Wow, hier finden sich für mich tolle Gedanken, die auch mich immer wieder umtreiben. Den Essay gibts bei der Heinrich Böll Stiftung - auch zum downloaden.
Laßt euch inspirieren!
Ina Praetorius findet ihr unter
  www.inapraeatorius.ch

 

Eine Allianz aus mehr als 40 Vereinen und Stiftungen fordert eine Änderung des Gemeinnützigkeitsrechts. Die geltenden Regeln behindern die politische Willensbildung in der Bundesrepublik, da auf ihrer Grundlage die Finanzämter immer wieder die Gemeinnützigkeit von Organisationen in Frage stellen. Nur Spenden an gemeinnützige Organisationen können von der Steuer abgesetzt werden. Zudem sind gemeinnützige Vereine selbst steuerbefreit und können Zuschüsse erhalten. Die nachträgliche Aberkennung ist oft existenzbedrohend. Die Allianz "Rechtssicherheit für politische Willensbildung" hat sich nach der Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Attac gegründet. Die Bewegungsstiftung als Promotorin einer gesellschaftlichen Transformation durch die Förderung gemeinnütziger Vereine und Organisationen ist Teil der Allianz. Den Auftakt bildete eine Pressekonferenz am 6. Juli in Berlin.
http://www.zivilgesellschaft-ist-gemeinnuetzig.de/

Orte des Widerstands
Kalender 2015 Nico Baumgarten
ISBN 978-3-940865-86-1I 2014 I15 Seiten A3 Ringbindung I 14,50 € plus Versand 4.90 (wegen Sonderformat)
Der Kalender zeigt Orte, Momente und Personen, welche die Verhältnisse in Frage stellen.
Manchmal werden alternative Weltanschauungen bewusst ausgedrückt, manchmal unbe-
wusst und oft geht es sowieso nur anders.
13 Fotografien aus unterschiedlichen Ecken Europas und Brasiliens möchten an deiner
Wand hängen, inspirieren und auch ein bisschen aufmischen.

Gesetzentwurf des Innenministeriums: Schärfere Regeln für  Asylbewerber

"Asylsuchende sollen künftig einfacher in Abschiebehaft genommen  werden können. Das sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung vor,  über den diese Woche das Kabinett beraten soll. Betroffen sind  Flüchtlinge, für deren Asylantrag ein anderes EU-Land zuständig ist.  
Voraussetzung für die Abschiebehaft ist, dass die Ausländerbehörde  »Fluchtgefahr« annimmt. Die Kriterien dafür sind extrem weit – es  reicht, wenn die Schutzsuchenden mit Hilfe von Schleusern ins Land  kamen. Und darauf sind mangels legaler Einreisemöglichkeiten fast alle  Flüchtlinge angewiesen." Artikel von und bei Ulla Jelpke, erschienen  in der jungen Welt vom 1. Dezember 2014 http://www.ulla-jelpke.de/2014/12/artikel-feindbild-fluechtling/

Aus dem Text: "… Für Flüchtlinge, die aufgrund der Situation in ihren  Herkunftsgebieten oder anderer Hindernisse nicht abgeschoben werden  können und schon seit etlichen Jahren in Deutschland »geduldet«  werden, ist dagegen eine Bleiberechtsregelung geplant – einerseits.  Andererseits wird denen, die ihrer Ausreisepflicht nicht nachkommen –  und das sind alle Geduldeten – ein »Aufenthaltsverbot« angedroht, das  sie vom Bleiberecht gleich wieder ausschließt.  
Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhart kritisiert diesen Entwurf als  »massivste Verschärfung im Aufenthaltsrecht« in den letzten 20 Jahren…"

Einladung 59. bundesweites Treffen am 21. Juni in Magdeburg
Die Sozialproteste haben mit ihrer Kampagne für 10 Euro lohnsteuerfreien gesetzlichen Mindestlohn und 500 Euro Eckregelsatz im Aktionsmonat Mai eindrucksvoll dokumentiert, dass sie sich nicht mit einer Mogelpackung, einem Mindestlohn von 8,50 Euro, abspeisen lassen. In 70 Städten wurden und werden das Flugblatt gegen diese Mogelpackung und weitere Materialien verbreitet. Allein über 24.000 Flugblätter wurden verschickt, nicht mitgezählt sind die Flugblätter, die MitstreiterInnen vor Ort selbst ausgedruckt und kopiert haben:
http://www.die-soziale-bewegung.de/2014/05_aktionsmonat

B
undesweites Treffen am 21. Juni in Magdeburg
Ort: Seminarraum der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt, Ebendorfer Str. 3 in Magdeburg – Anreisebeschreibung: http://www.bit.ly/Anreise-RosaLux-MD
Beginn der Gesamtveranstaltung: Sa, 21. Juni 14, 11 Uhr (!)
Beginn des ABSP-Treffens: Sa, 21. Juni 14, 13 Uhr
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt statt. Im ersten Teil, bis 12:30 Uhr, werden wir uns mit den neuen „Friedens“-Montags-Demonstrationen auseinander setzen: „Neurechte Querfront in Magdeburg und anderswo“ mit Robert Fietzke, Bewegungsaktivist http://www.st.rosalux.de/event/51037/antikapitalismus-von-rechts.html (Vortrag und Diskussion)

Damit die MitstreiterInnen in Magdeburg für die Verpflegung möglichst gut planen können, meldet euch bitte an. Schickt dazu bitte eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

"Die Rote Flora darf die Rote Flora bleiben. Der Hamburger Bezirk  Altona hat den Bebauungsplan geändert und schützt damit das  linksalternative Kulturzentrum. Der Eigentümer wird kaum mehr die  Erlaubnis zum Abriss oder Umbau erhalten…"

Artikel bei Spiegel online  vom 18.01.2014
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/hamburg-rote-flora-bleibt-kulturzentrum-a-944203.html

Neuerscheinung: Fördertöpfe für Vereine 2014

Kurzbeschreibung: Die Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen sind ein praxisorientiertes Nachschlagewerk für alle Gruppen und Initiativen, die nach neuen Finanzierungswegen zur Verwirklichung ihrer Projektideen suchen. Die Broschüre portraitiert mehr als 330 Stiftungen und Förderquellen und bietet umfangreiche Tipps zu Fördermöglichkeiten in den Bereichen Bildung, Jugend, Arbeit, Umwelt­, Soziales, Migration, Antifaschismus, Integration, Wohnen, Kultur, Frauen, Queer Leben und Entwicklungspolitik. Die umfassenden Hinweise auf Förderungen sowie Tipps und Tricks zur Antragstellung machen die Broschüre zu einem kompetenten Wegweiser durch den Förderdschungel.

Fördertöpfe 2014
Herausgegeben von Netzwerk Selbsthilfe e.V., 12. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2014,
208 Seiten, 20 Euro plus Porto + Verpackung (keine USt. nach § 19 UStG.)
Zu bestellen per Rechnung unter:

http://bestellen.netzwerk-selbsthilfe.de

Von Thomas Gebauer
Die katastrophale Tendenz der Gegenwart hat viele Facetten. Sie zeigt sich vielerorts in Ereignissen, die oftmals nur von lokaler Bedeutung zu sein scheinen. Im Herzen Istanbuls beispielsweise, wo ein traditionsreicher und bei den Menschen beliebter Park einem Einkaufszentrum Platz machen soll; in brasilianischen Fußballstadien, wo die populäre Fan-Kultur nun teuren Business-Seats weichen musste; im deutschen Gesundheitswesen, wo gesetzliche Krankenkassen chronisch Kranke systematisch vergraulen, um "teure Risiken" loszuwerden; in Barcelona, wo im Zuge der Umwandlung des alten Fischereihafens Port Vell in eine abgesicherte Marina für Superreiche nun die Bewohner der angrenzenden Wohnvierteln von Vertreibung bedroht sind; oder in Venedig, wo der von Touristen aus aller Welt geschätzte Markusplatz künftig nur noch einer zahlungskräftigen Klientel vorbehalten sein wird. Acht Euro und mehr kostet ein Espresso in den dortigen Cafés bereits: der Markt gebe es her, so die Kaffeehausbetreiber, man müsse sich nur noch von der irrigen Idee verabschieden, dass solche Plätze allen zugänglich sein müssen.

Mit großem Tempo schreitet die Enteignung der Öffentlichkeit voran und werden heute Orte, Institutionen und Werte, die früher das Gemeinwohl gestanden haben, dem öffentlichen Leben entzogen, privatisiert oder dem Produktionsprozess untergeordnet. Die Enteignung des Öffentlichen ist aber nur die eine Seite der Medaille; die andere ist die Enteignung des Privaten.

Seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist für alle zur Gewissheit geworden, was letztlich schon lange bekannt war: dass in der heutigen Zeit von Privatsphäre in einem emphatischen Sinne nicht eigentlich mehr die Rede sein kann. Ohne Frage ist das Ausmaß des Abfischens, der Speicherung und der Auswertung von persönlichen Daten, das nun bekannt geworden ist, ein Skandal. Ausgerechnet die USA, die vielen noch immer als Inbegriff von Liberalität und Privatheit galten, haben sich zu einer endemischem Überwachungsgesellschaft entwickelt. Dabei macht die NSA-Affäre auch deutlich, dass technische Entwicklungen, die zur repressiven Kontrolle von Menschen genutzt werden können, irgendwann auch tatsächlich dazu genutzt werden. Mit den Möglichkeiten, die das World Wide Web inzwischen bietet, ist eine neue höchst prekäre "Öffentlichkeit" entstanden, die prinzipiell alle, die im Netz unterwegs sind, zum Objekt von Ausspähung und Überwachung macht.

Weiterlesen: Enteignung - Über den Verlust von Öffentlichkeit und Privatsphäre

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